"Juhu, endlich Wochenende!" – schnell ein Foto vom Dienstplan gemacht und in die Instagram-Story oder den WhatsApp-Status gestellt. Was harmlos wirkt, ist brandgefährlich. Dein Dienstplan ist im Grunde ein "Abwesenheits-Kalender" für Kriminelle und Datensammler. Wir erklären, warum dein Schichtplan ein Staatsgeheimnis bleiben sollte.
In einer Zeit, in der wir alles teilen, vergessen wir oft, wie sensibel Schichtdaten sind. Ein Dienstplan verrät nicht nur, wann du arbeitest. Er verrät durch Ausschlussverfahren exakt, wann deine Wohnung leer steht, wann du schläfst (und nichts hörst) und wie viel Geld du am Ende des Monats wahrscheinlich auf dem Konto hast.
Wer öffentlich postet: "Vom 12. bis 15. habe ich Nachtschicht", sagt Einbrechern eigentlich: "Vom 12. bis 15. ist mein Haus zwischen 20:00 und 07:00 Uhr unbewacht." Versicherungen können bei grober Fahrlässigkeit (öffentliches Posten von Abwesenheiten) sogar die Zahlung verweigern!
1. Die Cloud-Gefahr: Wo liegen deine Daten?
Viele kostenlose Schicht-Apps finanzieren sich nicht durch Luft und Liebe, sondern durch deine Daten.
Wenn du dich bei einer App mit E-Mail anmelden musst ("Account erstellen") und deine Daten in einer "Cloud" liegen, solltest du prüfen, wo diese Server stehen.
- USA / China: Hier gelten andere Datenschutzgesetze als in der EU (DSGVO).
- Das Risiko: Gesundheitsdaten (wie oft bist du krank?) oder Arbeitsdaten (wie viele Nachtschichten machst du?) sind für Versicherungen und Werbetreibende Gold wert. "Dieser Nutzer arbeitet viel nachts = Hohes Gesundheitsrisiko."
2. Kollegenschutz ist Datenschutz
Oft fotografieren wir den Papieraushang im Stationszimmer ab. Darauf stehen aber auch die Namen von Müller, Meier und Schulze.
Achtung: Sobald du dieses Foto per WhatsApp verschickst oder postest, begehst du streng genommen einen Datenschutzverstoß. Du verbreitest personenbezogene Daten deiner Kollegen ohne deren Einwilligung. Das kann im schlimmsten Fall zu einer Abmahnung durch den Arbeitgeber führen.
3. Die Lösung: Local Storage ("Der Tresor in der Tasche")
Wie plant man digital, ohne sich nackt zu machen? Die Antwort liegt in der Architektur der App.
Wir beim Verdienst Schicht Planer verfolgen seit 2013 eine radikale Philosophie: Offline First.
- Kein Account-Zwang: Du musst dich nicht registrieren.
- Lokale Speicherung: Deine Schichten, dein Lohn und deine Krankentage werden physisch auf dem Speicher deines Handys abgelegt. Löschst du die App, sind die Daten weg (außer du hast ein Backup).
- Der Vorteil: Was wir nicht haben, können wir nicht verlieren, nicht verkaufen und nicht gehackt bekommen. Deine Daten gehören dir.
4. Sicher teilen mit der Familie (WebSync)
Natürlich muss der Partner wissen, wann du arbeitest. Aber muss das über Facebook laufen?
Nutze Funktionen, die für punktuelles Teilen gemacht sind. Unsere App nutzt z.B. einen verschlüsselten "WebSync".
- Du generierst einen Link.
- Nur wer diesen Link hat, sieht den Plan.
- Es werden keine Namen von Kollegen übertragen, nur DEINE Zeiten.
- Du kannst den Zugriff jederzeit widerrufen.
5. Social Engineering: Der "Enkeltrick" für Arbeitnehmer
Betrüger nutzen Informationen aus sozialen Netzwerken, um Vertrauen aufzubauen.
Wenn ein Betrüger weiß: "Aha, Herr Müller hat gerade Nachtschicht", kann er morgens um 03:00 Uhr bei deiner Frau anrufen und behaupten: "Hier ist die Polizei, ihr Mann hatte auf dem Weg zur Nachtschicht einen Unfall." Da du wirklich Nachtschicht hast, wirkt die Lüge glaubwürdig.
Regel: Je weniger Details über deinen Arbeitsrhythmus öffentlich sind, desto sicherer bist du und deine Familie.
Fazit: Behalte die Kontrolle
Dein Dienstplan ist ein Dokument, das deinen Lebensrhythmus diktiert. Behandle es vertraulich. Nutze Apps, die auf "Made in Germany" und lokale Datenspeicherung setzen, statt deine Daten in weltweite Clouds zu pusten. Sicherheit beginnt damit, nicht alles zu teilen.